Wenn es um die eigene Gesundheit geht, fürchten die meisten Deutschen Demenz und Krebs. Aber nur fast die Hälfte geht zur Vorsorgeuntersuchung. Mit einem Blick auf Männer und Frauen über 60 Jahre ist besonders die Gefahr vor Demenz sehr groß. Aus einer erst kürzlich stattgefundenen Umfrage durch die DAK lässt sich sogar erkennen, dass die Ängste teilweise deutlich gestiegen sind. Dafür gehen die Sorgen vor einem Herzinfarkt oder gar einem Unfall deutlich zurück.

Umfrage mit Besorgnis

Die Umfrage ist noch ganz frisch und wurde von Oktober bis Mitte November unter 3086 Frauen und Männer durchgeführt. Die Umfrage durch die DAK findet regelmäßig jedes Jahr statt. So bleibt Krebs mit über 68 Prozent weiterhin der größte Angstmacher. Demenz oder Alzheimer landen dabei mit 51 Prozent auf den 2. Platz. Erst dann kommen mögliche Gefahren rund um Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die Zahlen legen aber zugleich auch eine große Besorgnis offen. So groß die Gefahren sind, bleiben die Vorsorgemaßnahmen vielfach ungenutzt. Immer weniger nutzen die Vorsorgeuntersuchungen. Nicht einmal mehr 50 Prozent sind es. Die Tendenz nimmt weiter ab. Ist es nun Bequemlichkeit oder die Angst vor schlechten Nachrichten. Fachleute gehen davon aus, dass es eine Kombination von beidem ist.

Demenz Kranke nehmen zu

Dabei sind die Zahlen alarmierend. Aktuell leiden über 1,3 Millionen Deutsche an Demenz Erscheinungen. Bis 2050 sollen sich die Zahlen deutlich mehr als verdoppeln. Bei den 30 – 44-jährigen ist die Gefahr vor einer Krebserkrankung besonders hoch. In dieser Altersgruppe nutzten zuletzt aber gerade 54 Prozent die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen.

Fast 88 Prozent der Befragten schätzten jedoch ihre Gesundheit augenblicklich als sehr gut ein. Die Zahlen fielen vor allem sehr erfreulich in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg aus. Am schlechtesten hingegen in Brandenburg.