Kunden, die gelegentlich mal nach Bayern reisen oder dort wohnen, kennen diese besondere Regelung. Denn im Freistaat Bayern ist vieles anders.  Wer eine Prostituierte auswählt, egal ob im Bordell oder zum Beispiel beim Escort Service kommt um das Kondom nicht herum. Angebote für Sex ohne Kondom darf es in Bayern nicht geben. Schon seit langer Zeit sind sämtliche sexuelle Dienstleistungen in Bayern ohne Kondom grundsätzlich verboten. Dazu gehört auch teilweise der Oral-Verkehr, der eigentlich überall ohne Kondom angeboten wird. Diese Verordnung führte natürlich zu dem genauen Gegenteil. Denn kein Kunde will auf spezielle sexuelle Dienstleistungen ohne Kondom verzichten. Die Frauen wurden dadurch in eine Grauzone gedrängt. Die Hygieneverordnung schreibt in Bayern klar vor, das Kondome genutzt werden müssen. Der Witz allerdings dabei ist, dass praktisch keine Strafen verhängt werden. Wer also Sex ohne Kondom anbietet oder als Kunde diese Leistung erwirbt, muss nicht mit einem Bußgeld rechnen. Das liegt vermutlich auch daran, das es für die Polizei schwer sein dürfte, Beweise zu finden und zu sichern.

 

Der Auszug aus der Hygieneverordnung in Bayern

§ 6
Kondomzwang bei Prostitution
Weibliche und männliche Prostituierte und deren Kunden sind verpflichtet, beim
Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden. Die Verpflichtung zur Verwendung von
Kondomen ist in Räumen, die zur Prostitution genutzt werden, durch einen deutlich
sichtbaren und gut lesbaren Aushang bekanntzumachen.

Oralverkehr mit oder ohne

Wer sich in Bayern aufhält und eine schnelle Oral-Nummer wünscht, muss sich zwangsläufig auch die Frage stellen, ob dieses ohne Kondom oder eben mit zu erfolgen hat. Das jedoch ist von Stadt zu Stadt wieder anders geregelt. In München sieht man es klar so, dass der Oralverkehr zum Geschlechtsverkehr zählt. Demgemäß enthält die Hygieneordnung auch ganz klar diesen Zusatzpassus in München. In den umliegenden Städten hingegen sieht man das wieder anders.