Wir haben so viele Münzen. Vom Hauptzahlungsmittel dem Euro, bis zu kleinen regionalen Münzen oder Papieren, die sich als Zahlungsmittel in einem kleinen Gebiet etabliert haben. Dabei gab es zu der römischen Zeit die so genannte Bordellmünze. Die Spintria. Zu dieser Zeit gab es bereits den regulären Zahlungsmitteln auch bestimmte Wertmarken, oft in Münzen- oder identischer Form. Zum Beispiel für Brot, Getreide oder auch als Eintrittskarten. Bezeichnet wurden diese als „tesserae“. Auf der Vorderseite war auch hier, wie bei der üblichen Zahlungsmittel, das Kaiserportrait abgebildet. Eine weitere Wertangabe in römischen Ziffern symbolisierte den Wert und die Möglichkeiten.

Die Spintriae (Bordellmünze) war dabei eine Sonderform. Statt dem Konterfei des Kaisers wurden erotische Motive abgedruckt. Forscher deuten diese Münzen heute als Eintrittskarten oder Gutscheine. Wobei die Nutzung damit nicht abschließend ist. Bekannt sind bislang 15 sehr unterschiedliche Motive. Die Zahlenwerte reichen dabei von I bis zu XVI. Der Durchmesser beträgt dabei 20 bis 23 mm. In der Regel verwendete man Bronze.

Käuflicher Sex war aber schon vor der römischen Zeit begehrt. Schon in vielen Epochen in unserer Geschichte gab es spezielle Zahlungsmittel für den Gang ins Bordell. Auch heute noch sind Münzen oder andere Chips bei einigen Bordells zu finden. Allerdings mit dem klaren Unterschied, dass diese nur auf ein Etablissement verwendbar sind. Die Römer waren vermutlich weiter als wir es heute sind.