Jedes Jahr wird die EEG Umlage neu berechnet. Unterschiedliche Faktoren fließen dabei ein. Für 2014 stand bereits fest, dass die EEG Umlage erneut ansteigen wird. Bezahlt wird diese vom privaten Stromverbraucher in Deutschland. Die Höhe war indes noch unklar. Nun steht fest, um 0,963 Cent steigt die EEG Umlage für uns alle an. Damit bezahlt jeder Privathaushalt ab 2014 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem ungefähren Bedarf von 3.600 Kilowattstunden pro Jahr steigt die Mehrbelastung auf 35 Euro. Industrie und Großverbraucher können sich teilweise davon befreien lassen.

Stromkosten steigen

EEG Umlage – Die Grundlage

Jedes Jahr aufs Neue wird die EEG Umlage von den großen 4 errechnet. Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz nehmen dazu als Grundlage die wahrscheinliche Menge des eingespeisten Ökostroms. Betreiber von Windkraft und Co. erhalten in der Regel 20 Jahre eine Einspeisevergütung. Ohne diese und weitere Förderungsmöglichkeiten könnten sich Erneuerbare Energien kaum amortisieren. Aber auch andere Punkte fließen dazu ein. So wird zum Beispiel für die EEG Umlage der Strompreis an der Börse beachtet, aber auch wie viele Kunden insgesamt die Umlage bezahlen werden.

EEG Umlage wird weiter ansteigen

Noch im Jahre 2003 lag die EEG Umlage bei nur 0,41 Cent. Doch großzügige Förderungen und die langen Einspeisegarantien brachten insgesamt gute Gewinne. Der Ökostrom wurde immer mehr ausgebaut. Schon im Jahr 2010 lag die EEG Umlage bei 2,15 Cent pro Kilowattstunde. Durch die Vorfälle in Japan wurden die Ängste geschürt. Ein deutlicher Ausbau der Ökoenergie erfolgte. Ab 2014 bezahlen wir dafür 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist aber keinesfalls der Höchstwert erreicht. Die EEG Umlage wird in den Folgejahren deutlich ansteigen. Experten sprechen schon jetzt von einer Verdoppelung bis zur Verdreifachung.

2014 wird erneut mehr Ökostrom als im Vorjahr produziert. Das, obwohl unsere Netze diesen in vielen Fällen gar nicht aufnehmen können. Eine höhere Strommenge bedeutet als nicht, das diese tatsächlich auch benötigt oder verbraucht wird. Bezahlt werden muss sie aber dennoch. Insgesamt müssen zur Deckung somit 23,6 Milliarden Euro für die EEG Umlage erzielt werden. Der Staat freut sich ebenfalls. Steigen die Strompreise, steigen dafür auch die Mehrwertsteuern.

 

Bild: H.D.Volz; Birgit H./pixelio.de