Das klassische Abhängigkeitsverhältnis sorgt immer wieder für Skandale. So wurde erst Ende Dezember von einem Lehrer berichtet, der Bilder von Schülerinnen auf eine Porno Seite im Internet hochgeladen hat. Gegen den 32-jährigen Lehrer, der an eine Schule in Köln unterrichtet, wurde nun durch eine Schülerin Strafanzeige erstattet.

Kein Einzelfall!

Dabei soll es sich nach Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft um keinen Einzelfall gehandelt haben. Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen gehe man von mehreren 100 Bildern aus. Ein Ende sei aber noch nicht absehbar. Dabei hat der Lehrer die Bilder zunächst aus den privaten Internetseiten herauskopiert. Der Pädagoge, der als Vertretungslehrer über eine längere Zeit eingesprungen war, bediente sich aber auch bei den Facebook Profilen. Beim Hochladen forderte er zudem andere vermutlich auf, das Bildmaterial pornografisch zu verändern. Ob der Lehrer selbst dabei Hand angelegt hat, ist noch nicht bekannt und wird infolge der weiteren Ermittlungen geprüft. Damit dürfte bis zur Anklageerhebung noch einige Zeit vergehen.

Schon September 2012 Hausdurchsuchung

Bereits im September 2012 durchsuchten die Fahnder die Wohnung des Lehrers und beschlagnahmten Rechner und diverse Datenträger.

Rückblick Sexskandal Köln

Bereits Monate zuvor befanden sich im Internet auf eindeutigen Seiten, mit Bildermontagen der Kinder und Jugendlichen. Pikanterweise wurden sogar die echten Namen und Wohnorte der Mädchen mit abgedruckt. Auf einigen Fotos befand sich des weiteren der Zusatz: „Schreibt mir, wenn ihr mehr über die Mädchen erfahren wollt“.

Bekannt wurde dieses jedoch erst, als ein Mitarbeiter einer Jugendeinrichtung vor den entsetzten Eltern einer Geschädigten stand. Dabei berichtete er von dem pikanten Bildmaterial auf den Pornoseiten. Die Jugendeinrichtung wurde zuvor von dem Wakeup Internet Verein über die Zustände informiert. Ein Verein, der tagtäglich nach Minderjährigen mit pornografischem Bildmaterial sucht.

Schuldiger stand schnell fest

Dabei konnte der Pädagoge schnell ermittelt werden. Der Mann nutzte bei den jeweiligen Pornoseiten den gleichen Alias, den er zuvor bei zahlreichen Single-Börsen genutzt hatte. Ein gutes hat die Sache jedoch. Der Junge Lehrer war noch nicht verbeamtet und konnte so umgehend gekündigt werden.

Die Geschädigten überlegen zudem, ein Zivilprozess einzuleiten und Schadensersatz in Geld zu verlangen. Das Urteil wird sicherlich zu Gunsten der Klägerinnen ausfallen. Es ist aber zu erwarten, das der ehemalige Lehrer über keine finanziellen Mittel verfügt. Die Opfer werden damit wohl auf ihren Forderungen sitzen bleiben.