In Deutschland und einigen anderen Ländern gilt der käufliche Sex als legal. Damit sind auch die einst zwielichtigen Typen von der Oberfläche verschwunden. Das Wort Zuhälter grenzt beinahe an ein Relikt aus der Vorzeit. Doch wer denkt, das hinter geschlossenen Türen nun alles zum Wohl der Frauen zugeht, der irrt. Nie war die Nachfrage größer nach Frauen aller Art. Vor allem müssen sie jung sein. Da sind Kinder besonders gefragt. Kinder werden in vielen europäischen Ländern, so auch in Deutschland tagtäglich massenhaft zum Kauf angeboten. Die Nachfrage boomt. Noch nie waren junge Frauen so beliebt wie in den letzten 5 Jahren.

Menschenhandel in Russland und Rumänien

Doch woher kommen diese meist noch nicht einmal volljährigen Mädchen? Ein Großteil kommt aus Ost- und Südeuropa. Dabei werden Mädchen bereits von den eigenen Familien verkauft oder sie werden einfach entführt. Nach wie vor fallen viele leichtgläubige Frauen aber auch auf Arbeitsangebote aus dem Ausland rein. Haben sie erst einmal die eigenen Landesgrenzen verlassen, wird ihnen der Pass entnommen. Das, was dann folgt, setzt sich aus Misshandlung, Vergewaltigung und Schlägen zusammen. Für die Girls besteht kaum eine Möglichkeit, aus diesem Kreislauf zu entfliehen. Die Polizei kann oft nicht eingreifen. Erst nach Jahren werden so Menschenhändler gefasst. Meist jedoch kleinere Untergruppen, die kaum die eigentliche Organisation schädigen können.

Frauen leiden noch Jahre später

Für die Frauen, die hier zum Opfer wurden, endet das Martyrium noch lange nicht. Über Jahre wurden sie vergewaltigt und gedemütigt. Viele sind bereits krank, da oft das Kondom nur eine nebensächliche Rolle spielte. Die Befragungen der Behörden und vor dem Gericht sind oft so unangenehm, das viele Mädchen entweder zusammenbrechen oder sich in eine Sucht (Drogen, Alkohol, etc.) flüchten. Aussicht auf ein normales Leben danach besteht kaum. Entschädigungen können sie meistens nicht erstreiten. Zu einem sind die Täter meistens danach mittellos, zum anderen wurden Wertgegenstände durch die Behörden des Landes bereits in Beschlag genommen und verwertet. Die jeweiligen Länder selbst entziehen sich oft möglichen Ansprüchen.

Menschenhandel: Kunden können nicht unterscheiden

Aber auch für die Kunden entsteht ein sehr schwieriges Umfeld. Das Alter der Frauen lässt sich nur schwer erkennen. Viele 25-jährige Frauen wirken wie 16 Jahre. Andersherum wirken 15-jährige oft wie 20 Jahre alte Frauen. Einen Pass zu verlangen ist in diesem Gewerbe nicht üblich, so mal viele der Girls auch über keinen mehr verfügen. Kaum eine Frau wird sich gegenüber einem Freier als Zwangsprostituierte präsentieren.

Bevor die Damen zum käuflichen Zweck gezwungen werden, erfolgt oft solange eine Misshandlung und Vergewaltigung, bis sie dem Kunden gegenüber mit einem Lächeln auftreten. Auch Drogen kommen zum Einsatz, um die Opfer gefügig zu machen. In fast allen Fällen ist es für denjenigen der für Sex bezahlt also kaum wahrnehmbar. Alleine in den USA wurden im letzten Jahr unzählige Teenager von Zuhältern befreit. Besonders schlimm ist es derzeit in den ärmeren Gebieten in Russland aber auch in Rumänien. Hier interessiert es die Polizei kaum, was wo passiert. Die Frauen werden dann auf Bestellung in die jeweiligen europäischen Länder gebracht und dort von Stadt zu Stadt transportiert. An einem Ort sollen sie grundsätzlich nicht lange bleiben. So fallen viele Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden, kaum auf. Zum anderen geht es auch darum, ständig Frischfleisch für Kunden liefern zu können.

Menschenhandel: Bestialisch

Wirft man einen Blick in die Gerichts- und Polizeiakten, die für die Presse zur Verfügung gestellt werden, bekommt man oft einen kalten Schauer. Oft ist es gar nicht möglich, die einzelnen Berichte zu lesen. So grauenvoll sind teilweise die Beschreibungen. Man muss sich das wie in einem Supermarkt vorstellen. Der Kunde kauft, was ihm gefällt und was er benötigt. Schmeckt es ihm nicht mehr, landet die Ware im Müll. Identisch ist das System im Menschenhandel. In absehbarer Zeit wird sich das auch kaum ändern. Die Gewinne sind enorm, die Strafen gering und viele sind bereit einfach wegzuschauen.