S Klasse Long
Mehr Luxus und mehr Sicherheit, das sind die wichtigsten Attribute der neuen S-Klasse von Mercedes. Die S-Klasse verfügt über neue und eindrucksvolle Technik. Einige behaupte sogar, dass man in der neuen S-Klasse von Mercedes nicht fährt, sondern einfach dahin schwebt. Grund genug, für uns auch einmal einen Blick in und um das neue Flaggschiff zu werfen.

Die Limousine präsentierte viele Jahrzehnte einen hohen Status und gehörte wie ganz selbstverständlich auch zu den Mächtigen dieser Welt. In Deutschland nutzten zahlreiche Kanzler die S-Klasse als sicheres Fortbewegungsmittel. Da fallen uns die Bilder ein, als 1974 Willy als Kanzler abtritt. Er entschwindet mit seinem 300 SEL. Zurück bliebt ein leerer Blick. Helmut Kohl, der 1982 in der S-Klasse (Typ: W126) vorfährt … Das Bild lässt sich endlos weiter fortführen. Der Anspruch damals und heute von Mercedes war es, mit der S-Klasse das beste Automobil zu bauen. Es gab eine Zeit, da schwächelte dieser Vorsatz und die Käufer wanderten ab. Doch mit der neuen S-Klasse knüpft Mercedes wieder an die guten alten Vorsätze an.

Der Innenraum

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Die neue S-Klasse von Mercedes trägt das Kürzel W222.
Im Innenraum herrscht neuer Luxus. Die Zeit der Zurückhaltung ist endlich vorbei. Feine Materialien lassen sich überall erkennen. Selbst das wohlgeformte Lenkrad könnte von einem Designer stammen. Prunkstück sind dabei 2 Monitore, die vor dem Fahrer und in der Mitte positioniert sind. Um sie zu überblicken, bedarf es doch ein wenig Gewöhnung, immerhin muss permanent der Kopf gedreht werden.

Dass es sich jedoch tatsächlich um Bildschirme handelt, nimmt der Fahrer meistens nicht wahr. Die Auflösung der Tachoanzeigen ist so hoch, dass man schnell denkt, sie wären echt. Nach bereits kurzer Zeit dürfte sich der Fahrer aber bereits an dieses Highlight gewöhnt haben. Der Innenraum vermischt sich zu einem Ambiente der Klassik und der High Tech eines Raumschiffes.

Der Motor

Der V8-Motor im S500 stößt sanft an die 250er-Marke. Mit 455 PS bietet er pure Kraft und bietet 700 Newtonmeter an Drehmoment. Das Gewicht der neuen S-Klasse bewegt sich um die 2015 Kilogramm. Sicher kein Leichtgewicht. Doch wer auf das Gaspedal drückt, schwebt einfach vor sich hin. Die Motorgeräusche des leistungsstarken V8-Motors sind aber fast gar nicht mehr zu hören. Mitunter fragt man, ob der Motor noch vorhanden ist. Selbst Windgeräusche sind auf der Autobahn bei Höchstgeschwindigkeit kaum noch wahrnehmbar. Mercedes hat bei seiner neuen S-Klasse neue Maßstäbe gesetzt. Die gesamte Karosserie wurde um 50 Prozent steifer. Damit sollen Lärm und Vibrationen der Vergangenheit angehören. So gleitet die neue S-Klasse beinahe sanft und ohne Knistern dahin. Schwebend, als wäre man ganz alleine auf der Autobahn unterstreicht der Fahrer seinen Status.

Der S500 überzeugt mit breiten Reifen und größeren Kühllufteinlässen zum Vorgänger. Irritiert blickt man auf den Tacho. Dass 220 km/h erreicht sind, lässt sich kaum erahnen. So wunderschön sanft gleitet die Limousine über die Autobahn. Serienmäßig ist die S-Klasse mit einer Luftfederung und Klimaautomatik ausgestattet. Auch ein Navigations-System gehört dazu.

Extras bügeln alles vor Ihnen glatt

Für einen Aufpreis von 5057,50 Euro erhalten Sie eine neue Technik für die S-Klasse. Der Magic Body Control (nur für den S-500) ist eine Stereokamera, die bis zu 15 Meter an Strecke vor Ihnen abtasten kann. Alle Unebenheiten werden damit sofort erkannt. Alle Unebenheiten, die erkannt wurden, gelangen sofort an die Bordelektronik. Diese sendet die entsprechenden Befehle an die Hydraulikzylinder. So wird der ganze Weg zu einem sanften Gleiten und die Passagiere in der schwebenden S-Klasse spüren nichts. Allerdings ist die neue Technik nur bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h anwendbar.

Langversion als Standard

Mercedes betrachtet beim neuen S-500 die Langversion als Standard. Sie ist 13 Zentimeter länger als die andere Version und kommt so auf fast 5,25 Meter. Für den asiatischen Markt wird derzeit eine XXL-Version geplant. Diese soll 5,50 Meter lang sein. Wir in Europa werden jedoch kaum in den Genuss kommen.

Der Verbrauch

Ja, hier scheiden sich die Geister. Die neue S-Klasse von Mercedes verbraucht mehr. Allerdings sollten wir auch Bedenken, das S-Klasse Fahrer sich nicht für den Verbrauch interessieren. Wer darauf Wert legt, kauft sich eine A-Klasse oder radelt den Weg zur Arbeit. Der Durchschnitt für das Benziner-Modell liegt bei ungefähr 12,5 Litern. Wer sich zum Beispiel für den S 300 Bluetec Hybrid mit 204 PS entscheidet, könnte theoretisch 4,4 Liter erreichen.

Zusätzlich zum Marktstart vom 20.Juli 2013 wurden auch noch 2 6-Zylindermodelle präsentiert. Der S 400 Hybrid (306 PS) und der Diesel S 350 Bluetec (258 PS).  Der Grundpreis beim Diesel fängt mit 79790 Euro an. Auf der IAA (Internationale Automobilausstellung) soll der S 500 Mercedes zusätzlich auch noch als Plug-in-Hybrid Version vorgestellt werden. Geplant ist dabei ein Ausstoß von 75 Gramm CO2 / 100 Kilometer.

Und was kann sie noch?

13C255_25Hier müsste die Frage lauten, was kann die neue S-Klasse nicht. So viele Feinheiten verzaubern uns die Fahrt mit der S-Klasse. Die Limousine denkt mit und kann selbst bei Dunkelheit zwischen Tier und Mensch unterscheiden. Und dabei massiert sie noch sanft unseren Rücken.

Die Massage Funktion für die Rücksitze ist je nach Modell als Aufpreis erhältlich (ca. 2000 Euro). Serienmäßig isst aber ein Wlan-Hotspot, der unsere Limousine zu einem fahrenden Büro werden lässt. Sanft dahin gleiten und in aller Ruhe die Arbeit am Notebook erledigen. Ein Traum, der nun endlich wahr werden kann.

Von außen wirkt das Fahrzeug edel, gestreckt und beinahe coupehaft. Der Kühler präsentiert sich breit und in Chromoptik. Ein tolles Gefährt, wenn die eigene Geldbörse stimmt.

 

Fotos: Mercedes Benz Presse