Hinter dieser Überschrift verbergt sich wohlmöglich Ungeheures. Wieder einmal geht es um Schutzbefohlene, die möglicherweise unter Zwang gesetzt wurden. So berichtet der NDR, dass sich Behinderte in der HimmelsThür Diakonie anscheinend prostituiert haben sollen, um damit ihr geringes Taschengeld aufbessern zu können. Mittlerweile ermittelt auch die Polizei in Niedersachsen. Im Raum steht der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs. Anscheinen hat direkt der Direktor der Diakonie Anzeige erstattet.

Mögliche Strafen

Ein Vergehen kann in Deutschland nach dem Strafgesetzbuch (§ 179, …) mit bis zu 10 Jahren Haft geahndet werden.

Offenes Geheimnis

Den bisherigen Ergebnissen sollen Behinderte der Diakonie möglicherweise auch sexuelle Dienste im Austausch gegen Zigaretten angeboten haben. Erhoben wurden die Vorwürfe erstmalig von dem Vater einer in der Einrichtung lebenden Frau. Kurz darauf meldete sich ein ehemaliger Zivildienstleistender, der anscheinend ebenfalls von den Vorgängen wusste. Dabei beschreibt er den Sachverhalt als offenes Geheimnis. Ungeniert beschreibt der ehemalige Zivildienstleistende das Selbst Zuhälter mehrfach vorgefahren wären, um Frauen mitzunehmen.

Ungeheuerliche Zustände

Die Einrichtung Himmelsthür ist die größte Einrichtung für behinderte Menschen in Niedersachsen.
Wenn es in der Tat ein offenes Geheimnis war, so hätte auch der Direktor der Diakonie von den Vorgängen wissen müssen. Da würde dann die Frage auftauchen, warum er so lange geschwiegen hat? Ebenso stellt sich die Frage, warum der Zivildienstleistende, der die abscheulichen Vorgänge anscheinend kannte, nicht die Courage hatte, dem Einhalt zu gebieten. Wie viele Menschen haben weggeschaut und Behinderte für ihre eigenen sexuellen Zwecke missbraucht?