In Deutschland gilt die Sperrbezirksverordnung, die auf Landesebene geregelt wird. Diese regelt praktisch, wo käuflicher Sex angeboten werden darf und wo nicht. Auch in einigen anderen europäischen Ländern sind ähnliche Verordnungen bekannt. Was viele dabei vergessen, diese Sperrbezirksverordnung gilt nicht nur für den offensichtlichen Straßensex und Ladenlokale, sondern auch für Damen aus dem Escort Service. Genauer gesagt auch für deren Kunden.  Die Auslegung wird dabei allerdings von Stadt zu Stadt beziehungsweise von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich gehandhabt. Im Grunde geht es in erster Linie darum, das Offensichtliche einzudämmen und damit den Anstand zu gewährleisten und gleichzeitig Kinder und Jugendliche zu schützen. Die Sperrbezirksverordnung bezieht sich damit grundlegend auf alle Prostituierten. Also unabhängig davon, ob sie auf dem Straßenstrich stehen, im Bordell arbeiten oder eben ihre Leistung im Escort Service anbieten.

Verstoß im Escort

So kommt es immer wieder vor, das Kunden und Mädchen im Escort Service gegen die Sperrbezirksverordnung verstoßen. Das ist dann der Fall, wenn der Treffpunkt (an dem es auch später zu sexuellen Dienstleistungen kommt) eben in diesem Sperrbezirk liegt. Also zum Beispiel das Hotel oder die Wohnung des Kunden. Das trifft natürlich viele Frauen im Escort Service. Denn die Agenturen halten sich dabei sehr bedeckt und weisen in ihren AGB nur daraufhin, dass sie keine Haftung übernehmen. Wird ein Mädchen erwischt, muss sie das Bußgeld bezahlen. Auch die Kunden im Escort Service werden darüber kaum informiert.

Hotels liegen oft im Sperrbezirk

Viele der Hotels oder Wohnungen liegen im Sperrbezirk. Hotels blicken selbst gerne darüber hinweg. Das Kunden oft und gerne Frauen vom Escort Service ins Hotel bestellen ist bekannt. Kaum ein Hotel will das Versagen, denn oft handelt es sich um finanzstarke Kunden. In der Regel haben die Städte und Gemeinden auch kein großes Interesse daran, die Sperrbezirksverordnung auch auf die Damen vom Escort Service (wenn diese ihre Dienste rein als Begleitung, also ohne eigenes Apartment anbieten) anzuwenden. Doch einige Städte denken mittlerweile um. Längst hat man erkannt, dass es nicht nur um den Schutz der Jugend geht, sondern dass jeder Verstoß mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Also geht man mittlerweile sogar schon soweit, dass spezielle „Ermittler vom Ordnungsamt“  Escort Damen einfach ins Hotel bestellen und dann bei Ankunft Bußgelder ausstellen.