Der Schlaf oder besser der fehlende treibt uns zu den seltsamsten Blüten. So liegen nun wissenschaftliche Studien vor, die zu einem überraschenden Ergebnis gelangen. Wenn Sie aktuell seit längerer Zeit einen Schlafmangel haben, sind Sie stark gefährdet. Nein, nicht Ihre Gesundheit. Ihre Beziehung ist gefährdet. Untreue, also Fremdgehen, entsteht durch Schlafmangel. Wer einfach nicht genug Schlaf bekommt, wird unter Umständen leichter zum Betrüger. Was Sie hier lesen, ist das Ergebnis einer ernsthaften Studie. Wer wenig oder nur unzureichend schläft, der erleidet direkte Auswirkungen auf das Hirnareal. Und genau dieses ist für unsere Selbstbeherrschung und Steuerung zuständig.

Höhere Wahrscheinlichkeit zur Untreue

Damit ist es nun wissenschaftlich bewiesen. Wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin weniger schläft, besteht eine höhere Bereitschaft zur Untreue. Doch wer kommt zu so einem Schluss und wer kommt überhaupt auf die Idee, darüber eine Studie einzuleiten? – Christopher Barnes von der Foster School of Business in Washington hat diese Studie initiiert. Bei reduziertem Schlaf ist der präfrontale Cortex betroffen. Dieser ist vor allem Zuständig für unsere Selbstbeherrschung. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir falsche Entscheidungen treffen, steigt mit unseren Schlafproblemen. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlicht des Fremdgehens. Bei einem gesunden Schlaf wird dieser Hirnbereich mit ausreichend Glukose versorgt. Bei Schlafmangel hingegen nicht. Damit können wir nicht mehr so leicht den uns bietenden Versuchungen widerstehen.  Der Wissenschaftler hat dabei herausgefunden, dass bereits 22 Minuten Schlafmangel zu einem Seitensprung führen können.

Nebenerscheinungen Schlafmangel

Bisher wussten wir alle, das Menschen mit Schlafmangel aggressiver und gereizter sind.  Menschen in diesem Zustand überbewerten auch gesundheitliche Probleme oft deutlich. Das jedoch der Schlafmangel eine so direkte Auswirkung auf unsere Treue haben kann ist neu. Im Grunde haben wir nun als Mann oder Frau, eine sehr direkte Ausrede für unsere Verfehlungen. Wir waren eigentlich nicht schuld. Denn wir wussten nicht, was wir tun. Folgt man den wissenschaftlichen Studien, ist dem tatsächlich so.

Eine große Frage bleibt jedoch. Sind Frauen und Männer gleichermaßen davon betroffen. Dieses wurde nur unzureichend geklärt. Andere Studien zur sexuellen Aktivität besagen hier nämlich deutliche Unterschiede. Frauen benötigen in der Regel für Sex vorher mehr Ruhe und sogar Harmonie. Männer hingegen können Ihre Triebe auch unter starkem Stress entwickeln. Folgt man diesen Punkten, dürfte damit der Schlafmangel wohl vorwiegend bei dem männlichen Geschlecht zu mehr Untreue führen.

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