vollmondDer Vollmond – Quelle für Esoterik, wissenschaftliche Studien, Einbildung und Faszination. Wie viel ist an den Theorien dran, dass der Vollmond unser alltägliches Leben beeinflusst? Wirkt er sich tatsächlich auf den Schlaf aus? Nimmt man mit ihm ab oder auch zu?

Dass der Mond terrestrische Aktivitäten, wie Ebbe und Flut, beeinflusst, lernt jedes Kind bereits in der Grundschule. Die Auswirkungen sind ersichtlich und bestätigen sich zu hundert Prozent. Auch einige Tierarten orientieren sich am Mondzyklus, was Paarung und Eiablage angeht. Aber wirkt der Mond auch auf uns Menschen?

In der Literatur und im Internet überschlagen sich die Ansichten und Ergebnisse. Plausible, gut nachweisbare Ergebnisse gibt es bisher allerdings kaum. Auch die Wissenschaft konnte bis zum heutigen Zeitpunkt keine exakten Daten und Ergebnisse liefern, die diese Theorien stützen. Alle bisher durchgeführten Studien widerlegten den Einfluss des Vollmondes auf gewisse Kriminalitätsraten, Einweisungen in Nervenanstalten, Unfälle, Selbstmorde oder gar das Einschlafen. Oft seien die Testzeiträume auch zu kurz.

Geringe Melatonin-Werte

Je mehr der Mensch von Licht umgeben ist, desto weniger kann das Schlaf-Hormon Melatonin vom Körper gebildet werden. Das Einschlafen dauert länger und die Schlafphase an sich mag verkürzt sein. Allein dem Vollmond dafür die Schuld zu geben, ist unrealistisch. Schließlich ist der Mensch aufgrund der wachsenden Zivilisation von genug Licht umgeben, das denselben Effekt verursachen kann und meist heller erscheint, als der Vollmond an sich.

Logische Überlegungen zum Thema

Bevor sich jemand nun sämtlichen Theorien hingibt, können manche Aspekte erst einmal mit einer gewissen Logik betrachtet werden. Oft geben sich Menschen eher einem subjektiven Aspekt hin. Das menschliche Bewusstsein tendiert dazu, Beziehungen zu Dingen herzustellen, die offensichtlich wahrgenommen werden. Kann jemand schlecht schlafen und sieht dazu dann noch den Vollmond, bringt er diesen damit in Verbindung. Bei dem nächsten Vollmond verstärkt sich dann die Einstellung, dass der Schlaf darunter leiden wird –dieser tut es tatsächlich– aber aufgrund der Einbildung. Dass es auch schlaflose Nächte ohne einen Vollmond gibt, wird nicht mehr bedacht. Zudem erkennen Laien nicht sofort, ob es sich nun um den aktuellen Vollmond handelt oder er doch noch zunehmend oder abnehmend ist. Das hat zur Folge, dass sich der Zeitraum gerne auf 3 – 5 Nächte erhöht.

Viele Rätsel

Fakt ist, dass der Mond den Menschen noch viele Rätsel aufgibt und es noch Zeit braucht, um alle Geheimnisse zu lüften. Womöglich wirkt sich der Mond wirklich aktiv auf uns aus, dafür braucht es allerdings noch weitere Studien.

 

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