Blickt man auf die moderne Welt mit all den Möglichkeiten, stellt sich die Frage, ob die Liebe nicht schon längst tot ist. Ohnehin wissen wir, dass die Liebe eine Erfindung der Poesie ist und somit eigentlich nie existierte. Dennoch haben wir uns an das Wort Liebe mit all den Formen und Auswüchsen gewöhnt und in unser Herz eingeschlossen. Liebe kann zum wunderschönsten Gefühl werden. Liebe lässt uns aber auch Morden. Liebe hat immer zwei Seiten. In einer Partnerschaft durchlebt man stets beide Seiten. Ausschlaggebend ist, welche Seite nachher gewinnt oder die Oberhand behält. Doch Liebe bedeutete auch Verführung, Flirt und das Warten auf die gemeinsame Sexualität. Doch wurden diese Werte bereits durch das Internet mit Facebook und den schnellen Dating Märkten ersetzt. Faktisch ist die Liebe wie wir sie kannten tot. Männer, die heute angeben, auch einmal alleine Leben zu können und nicht einfach jede Frau haben wollen.- Sondern auf die besondere Partnerin warten möchten, werden vom weiblichen Geschlecht oft belächelt. Schnell kommt dann der Gedanke, mit dem muss etwas nicht stimmen, wenn er noch alleine ist. Hatte er überhaupt schon einmal eine Frau oder noch schlimmer, ist er schwul? Das sind die Gedankengänge der modernen Frauen, die mit den modernen Medien aufwachsen.

Aber auch bei Männern sieht es nicht anders aus. Geprägt durch die ganzen You´s (von YouTube, Youporn usw.) sind sie heute verwirrt und verwechseln oft Pornofilme mit einer Partnerschaft. Dass die dort dargestellten Szenen aber mit normalem, liebevollen Sex wenig zu tun haben, können viele Konsumenten gar nicht mehr wahrnehmen. Ist die Liebe also ein vielleicht bereits erloschener Stern. Ist die Romantik tot. Ist es normal das Frauen sich freizügig in Dating Märkten darstellen? Ist es normal, das Mann beim Sex in einer Partnerschaft genau die Szenen haben will, die überall im Porno zu sehen sind?

Ja, wenn es nach vielen jungen Erwachsenen geht. Das haben erst wieder kürzlich Umfragen ergeben. Das ist das neue moderne Bild von XXX. Mit Liebe hat das aber im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun. Damit lassen sich auch zu einem Teil die häufig wechselnden Partnerschaften erklären. Die Liebe wurde häufig verändert. Internet, Facebook und Co. schafften aber eine so dramatische Änderung in nur wenigen Jahren, wie wir es zuvor nie erlebt hatten.

Liebe vor vielen Jahrhundert

Unfassbar das vor einigen Jahrhunderten Sex nur mit der Heirat möglich war. Sex vor der Heirat gab es nicht. Frauen, die es erlebten, wurden ausgestoßen oder arbeiteten in einem Bordell. Sich das in unseren heutigen Zeiten vorzustellen, ist kaum noch möglich. Doch wir sollten auch nicht alles in Verruf bringen. Immerhin haben wir, sowohl Mann als auch Frau, heute die Freiheit eine Beziehung vollkommen freiwillig einzugehen. Zu mindestens in den Industriestaaten. Frauen sind nicht mehr abhängig und können ihren Partner nach vollkommen anderen Aspekten als vor noch 20 Jahren wählen. Doch das führt automatisch auch zu einem Überangebot. Wie leicht ist es, seinen Partner heute mit den Angeboten im Dating Markt abzugleichen. Da fragt man sich, ist er/sie die richtige Wahl oder finde ich nicht etwas Besseres. Der Wechsel ist so einfach und im Internet lässt sich für Jeden etwas finden. Beziehungen können heute beendet werden, wann immer man will. Viele nutzen dazu heute sogar einfach nur noch eine eMail oder SMS.

Liebe ist totIst die Liebe wirklich schon TOT?

Im 18. und 19. Jahrhundert war es noch so, das Männer sich den Frauen beweisen mussten. Bevor sie um die Hand anhalten konnten, mussten sie einen Beruf, eine Karriere oder Reichtum vorweisen können. Heute ist das nicht mehr erforderlich.

Die neuen mit Facebook, Dating und Co.

Warten war gestern. Ein romantisches Date, das nächste und so weiter sind Geschichten der Alten Menschen. Heute kommt es sofort zur Sache. Zuverlässigkeit und Standhaftigkeit sind heute nicht mehr notwendig. Alles kann mit einem Tastendruck erfolgen. Das Warten, das Sehnsucht und Leidenschaft gleichermaßen schaffte, ist vielen heute unbekannt. Die Auswahl ist übergroß und die sexuellen Möglichkeiten oft noch viel größer.

Dass es die einzig wahre große Liebe geben könnte, ist vielen nicht mehr bewusst. Der Prinz, der irgendwann daher geritten kommt, wird aus unseren Gedanken und unserer Fantasie gelöscht. Diese Form der Liebe ist tot. Hingabe, Aufopferung und Rituale in denen man aus lauter Ehrfurcht vor der Angebeteten kniete oder um die Hand bei den Eltern anhielt vollkommen vergessen.

Liebe ist ein Ablauf, ein Prozess

Wissenschaftlich lässt sich Liebe heute in allen Einzelheiten erklären und wird immer wieder publiziert. Selbst Liebesdrogen werden entwickelt, damit Ehen länger halten können. Auch das Verlieben könnte damit beeinflusst werden. Wer sucht, nutzt heute die Maus. Mit einem Klick durch unzählige Bilddatenbanken mit Mann und Frau werden die schönsten Exemplare rausgesucht und identische Anfragen gestellt. Die Erfolgsquote stimmt. Eine Person wird sich melden und ein Kontakt wird aufgebaut. Eine Entzauberung hat stattgefunden. Sexueller Überfluss und die tausenden von Wahlmöglichkeiten weltweit haben die alte Liebe ersetzt. Bis zum virtuellen Partner sind es nur noch wenige Jahre. Dann heißt es, man kann seinen eigenen Partner selbst programmieren. Der virtuelle Sex soll genauso sein, wie der reale. Nur ohne Nebenwirkungen wie Krankheiten und Schwangerschaften. Und wann immer man möchte, wird der Partner umprogrammiert. Liebe war gestern. Liebe ist tot.