Nicht nur im Betrieb oder Büro sollte ein Aktenvernichter zur Hand sein. Auch im privaten Umfeld ist dieser erforderlich. Immer öfters werden die Müllcontainer vor dem Haus oder auf dem Hof durchsucht. Sensible Daten sind dabei oft besonders willkommen. Durchgerissene Briefe im Müll animieren dazu, einen weiteren Blick zu riskieren. Aus diesem Grunde sollten Sie alle vertraulichen Unterlagen (Bank, Finanzamt, Zugangscodes, Krankenkasse, etc.) immer mit einem Shredder vernichten. Sicherheit beginnt aber nicht erst mit dem Shredder, sondern grundsätzlich mit der richtigen Wahl beim Kauf.

Sicherheit beim Aktenvernichter

Früher gab es thermische Aktenvernichter. Dabei wurden die Unterlagen einfach mit Feuer vernichtet. Diese Methode wurde durch Geräte mit mechanischem Schnitt ersetzt. Im Handel lassen sich Aktenvernichter mit Partikelschnitt und Streifenschnitt finden.

Grundsätzlich gilt dabei: Bei einem Shredder mit Streifenschnitt können vertrauliche Unterlagen in nur wenigen Minuten wieder zusammengefügt werden. Kaufen Sie immer nur ein Gerät mit Partikelschnitt. Angebote unter 40 Euro sollten Sie dabei keinesfalls beachten. Die nötige Sicherheit ist meistens nicht gewährleistet.

Der Aktenvernichter sollte den Schnitt auf keinen Fall zu groß ausführen. Um so kleiner die Partikel ausfallen, desto besser. Da lohnt es auch einmal, 20 Euro mehr zu investieren.

Shredder – CD und Kreditkarte

Einige Aktenvernichter bieten zudem ein Extrafach, mit dem Kreditkarten und Co. vernichtet werden können. Die Unterschiede sind jedoch enorm. Eine Kreditkarte wird bei einfachen Geräten oft nur in 5 Stücke geschnitten. Nutzbar ist diese zwar nicht mehr. Doch vertrauliche Informationen lassen sich weiterhin erkennen. Gute Geräte zerteilen die Karte so, dass sie praktisch nicht mehr erkennbar ist.

Achten Sie zudem auch auf das mögliche Volumen. Der normale Aktenvernichter schafft zwischen 5 – 8 Papiere gleichzeitig. In der Regel für den privaten Bereich vollkommen ausreichend. Wer jedoch ständig große Mengen bearbeitet, sollte beachten, dass sich ein Shredder schnell heiß laufen kann und dann seinen Dienst eine Zeit lang aussetzt.

Aktenvernichter und Sicherheitstipps

Die Reste sollten Sie immer erst kurz vor dem Abholtermin der Müllabfuhr in den Container schmeißen. Um so kürzer sich diese dort befinden, desto geringer ist die Gefahr. Nachdem der Sack mit den Partikeln aus dem Aktenvernichter entfernt wurde, bitte unbedingt einmal durchschütteln. Auch das erschwert ein Zusammensetzen durch neugierige Personen.

Preise für den Shredder

Ein guter Aktenvernichter für die private Anwendung kostet um die 80 – 150 Euro. Bedenken Sie auch, dass es sich dabei um eine langfristige Investition handelt. Wundern Sie sich nicht, wenn der Shredder sehr laut ist. Gute Geräte haben oft eine hohe Lautstärke.

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