DSL Angebote gibt es heute wie Sand am Meer. Vor der Unterschrift raten wir grundsätzlich zu einem Vergleich, wie zum Beispiel dieser über Seiten wie dslangebote.info möglich ist. Der Interessent kann so einzelne Anbieter schnell abgleichen und für sich das beste Angebot heraussuchen.
Die meisten deutschen Anbieter haben jedoch jahrelang im Schönheitsschlaf verbracht. Während in anderen Industrieländern flexible Laufzeiten möglich sind, werden Kunden hier oft in Jahres oder sogar Zwei-Jahres-Verträge gezwungen. In anderen Ländern kann zum regulären Preis ein normaler DSL Vertrag abgeschlossen werden, der monatlich einfach kündbar ist. Davon träumen wir in Deutschland noch …
Doch was passiert, wenn der Umzug ansteht?

Mein Umzug und mein DSL Vertrag

Leider kann der alte DSL Vertrag nicht einfach so mitgenommen werden. Oft kann dieser am neuen Wohnort nicht genutzt werden. Und wenn es dann doch einmal der Fall sein sollte, gibt es Anbieter die gleich eine Umzugsgebühr von 40 – 80 Euro –selbst bei langjährigen Kunden- erheben. Servicewüste Deutschland, ein Begriff der auf die deutschen Internetunternehmen wie die Faust aufs Auge passt.
Kündigt der Nutzer jedoch vor Ablauf, bekommt er meistens böse Briefe. In denen wir er vorsorglich darauf hingewiesen, dass der Vertrag bis zum Ende zu bezahlen ist oder er müsse eine saftige Ablöse bezahlen.
Ist das wirklich so schwer oder hat der Kunde nicht doch ein Sonderkündigungsrecht, wie es bei vielen anderen Verträgen zu finden ist?

Sonderkündigungsrecht DSL

Was bringt einem Kunden ein DSL Vertrag, wenn er diesen in der neuen Wohnung nicht nutzen kann? Tatsächlich hat die Politik hier lange geschlafen und sich mit der Materie Internet nie auseinander gesetzt. Wer sein Auto abmeldet, hat generell für seine KFZ-Versicherungen ein Sonderkündigungsrecht. Wer umzieht und seinen alten DSL Vertrag in der neuen Wohnung nicht nutzen kann, steht meistens verlassen da.
Die Internetunternehmen weigern sich, schließen ein solches Sonderkündigungsrecht aus. Der Kunde muss schon drastisch auftreten. In der Regel werden seine Anfragen per eMail, Telefon oder Brief von einem No-Name Callcenter beantwortet, das einzig dazu da ist, lästige Kunden einfach abzufertigen.

Neufassung des deutschen Telekommunikationsgesetzes

Seit 10.Mai 2012 gibt es die Neufassung des deutschen Telekommunikationsgesetzes, die allerdings sehr schwammig formuliert wurde. Demnach kann ein Kunde einen DSL Vertrag kündigen, wenn der Anbieter am neuen Wohnort keine Verfügbarkeit anbieten kann oder die Bandbreite deutlich geringer ausfällt. Der Kunde kann nun den Vertrag mit einer Laufzeit von 3 Monaten kündigen. Ein Sonderkündigungsrecht, wie bei der KFZ Versicherung ist das aber nicht.
Zu einem weigern sich bis heute die meisten Provider, diese Kündigung wirklich anzunehmen und zum anderen muss der Kunde immer noch dann 3 Monate eine Gebühr leisten. Letztlich bleibt vielen Nutzern nur, den Anbieter mit Einschreiben die Kündigung mitzuteilen, sofern dieser Provider am neuen Wohnort keinen DSL Anschluss anbieten kann. Sollte sich dieser weigern, folgen oft Mahnungen. Viele Kunden nehmen das hin und warten auf den gerichtlichen Mahnbescheid, dem sie dann widersprechen. Die Provider stellen daraufhin in aller Regel das weitere Verfahren ein, das sie wissen, das ihr Vorgehens nicht rechtens ist.