Wir alle lieben und hassen Fett. Das Fett macht viele Speisen so unendlich begehrenswert, sorgt aber bei übermäßigem Genuss für wahrhafte Polster an den Hüften und an anderen Stellen. Doch das ist nicht alles. Fett verändert auch unseren Stoffwechsel und unsere Gene. Eine sehr fettreiche Ernährung wirkt sich also viel schlimmer aus, als bisher gedacht. Der Energieträger sorgt nicht nur auf Dauer für ein Ansteigen von Hunger und Blutdruck. Es sorgt auch dafür, dass unser Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander kommen kann.

Fett – Wundermittel oder Gift

Hier scheiden sich die Geister. Einige halten Fett für ein vielseitig interessantes Mittel, die anderen sehen es einfach als Gift. Mit Blick auf die immer weiter zunehmenden Gefäßerkrankungen sind vor allem die gesättigten Fettsäuren ein deutlicher Risikofaktor. Dennoch zweifeln seit einigen Jahren zahlreiche Experten an den negativen Folgen von Fett.

Bis heute sind sich die Experten uneins. Kaum ist eine Studie auf den Markt, die eine Schädlichkeit von Fett beweist, kommt die nächste, die genau das Gegenteil darlegt. Dabei hängt das Ergebnis aber vielfach auch davon ab, wer für die Studie bezahlt hat.

Cholesterinspiegel

Bislang geht man aber davon aus, das Fett auch den Cholesterinspiegel deutlich erhöht. Doch das ist nicht einmal so gefährlich. Viel problematischer kann es werden, wenn sich das Fettgewebe entzündet. So konnten Forscher in der Vergangenheit beobachten, dass spezielle Eiweiße (inflammatorische Zytokine) stark anstiegen. Diese können unter anderem für einen Infarkt oder einen Schlaganfall verantwortlich sein.

Schlafrhythmus wird gestört

Aber auch der Tag-Nacht-Rhythmus kann bei Fettzunahme deutlich gestört werden. So fanden auch im Jahr 2007 Untersuchungen bei Mäusen statt. Bei einer sehr fettreichen Ernährung hatten die Tiere beinahe ständig Hunger. Auch zu Zeiten, in denen diese Tiere gewöhnlich nichts fressen. In diesen Versuchen zeigte sich, das Fett den Körper an der Bildung der Synthese des Sättigungshormons Leptin hindert. So verändern sich vier Gene, die sowohl die Entzündungsreaktion als auch den Fettstoffwechsel regeln. Auch das Leberfett steigt an. Diabetes und Leberkrebs werden damit die Türen geöffnet.

Die andere Seite

Einige Fette wie Butter und Öle sind jedoch mittlerweile rehabilitiert. Immer mehr Studien belegen den gesundheitlichen Nutzen. Dennoch wird auch dort hervorgerufen, dass tierische Fette tatsächlich schaden können. Doch das Thema wird in den kommenden Jahren mit Sicherheit wieder hervorgeholt. Wenn es neue Erkenntnisse gibt, die dann 5 Jahre später wieder durch das Gegenteil belegt werden …

 

 

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