Ein Umzug ist teuer. Insbesondere Makler und Kaution erschweren besonders für Familien den Umzug. Umso erfreulicher ist es, das ein Großteil der Kosten durchaus von der Steuer abgesetzt werden kann. Unterteilt werden muss dabei aber zwischen einem privaten und einem beruflichen Umzug. Beide Arten können steuerliche Absetzbarkeit finden, werden aber mit unterschiedlichen Beträgen erfasst. Wir haben dafür einen kurzen Blick auf die Absetzbarkeit geworfen. Grundsätzlich sollten Sie alle Rechnung, die beim Umzug anfallen, aufbewahren. Bar gezahlt werden sollte dabei nie etwas. Andernfalls könnte die steuerliche Anrechnungsfähigkeit beim Umzug verloren gehen.

Privater Umzug

Die haushaltsnahen Dienstleistungen, die 2003 eingeführt wurden, machen es möglich. Anrechenbar ist ein Betrag bis zu 3.000 Euro. Wovon max. 20 Prozent (höchstens 600 Euro) pro Jahr steuerlich erfasst werden können. Wichtigster Grundsatz beim privaten Umzug: Die Rechnungen und die Zahlung müssen nachvollziehbar sein. Das geht nur, wenn keine Barzahlung erfolgte.

Beruflicher Umzug

Der berufliche Umzug gibt weit mehr Möglichkeiten, um das Finanzamt daran zu beteiligen. Allerdings bestehen dafür nur 2 Gründe. Zu einem, wenn Sie eine Werkswohnung beziehen oder verlassen müssen. Das ist das oft ein anerkannter Grund. Einfacher jedoch ist es, wenn Sie nachweisen können, dass durch den beruflichen Umzug pro Tag bei Hin- als auch Rückfahrt zum Arbeitsplatz eine Stunde eingespart werden kann. Ist das der Fall, wird der berufliche Umzug auf jeden Fall anerkannt.

Das kann abgesetzt werden

  • Maklergebühren
  • Anzeigenkosten (Nachmieter finden)
  • Neuen Schulbücher und Nachhilfeunterricht für die Kleinen
  • Transport
  • Übernachtungskosten
  • Verpflegung
  • Neuer Ofen (wenn andere Anschlüsse)
  • Abnehmen der Gardinen, etc.

Die Möglichkeiten beim beruflichen Umzug sind weit gefasst. Sammeln Sie daher unbedingt alle Belege. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Umzugskostenpauschale

Bei der Umzugskostenpauschale hingegen können die Kosten, wie der Name es schon sagt, pauschal abgesetzt werden. Ein Nachweis oder das Aufbewahren der Rechnungen ist dafür in der Regel nicht notwendig. Für Ledige gilt ein maximaler Satz von 695 Euro. Erfolgt der Umzug durch Verheiratete, liegt der Satz bei 1.390 Euro. Für weitere Familienmitglieder kommt ein pauschaler Satz von 306 Euro hinzu.

Mögliche Kosten, die hierbei abgerechnet werden können:

  • Wohnungssuche (Nachmieter finden)
  • Elektro Ausbaukosten
  • Neue Schulbücher
  • Wechsel der Autokennzeichen

… und anderes.

Insgesamt lohnt es sich daher immer, den Umzug von der Steuer abzusetzen. Besonders für Familien kann das eine enorme Einsparung sein. So macht die neue Umgebung garantiert noch mehr Spaß!

 

Bild: Dietmar Meinert / pixelio.de