Weiterhin träumen viele Deutsche davon, eines Tages im Eigenheim leben zu können. Der Wunsch ist stark und manchmal verleitet dieser Traum dazu, die Realität aus den Augen zu lassen oder er führt zu einer Vermischung. Aber auch der eigentliche Hauskauf führt häufig zu Problemen und kann in den letzten Minuten immer noch scheitern. Dafür gibt es viele Gründe. Doch vor dem Kauf sollte jeder immer die Immobilienfinanzierung klären und unter Dach und Fach bringen.

Wenn der Kauf im letzten Moment platzt

Seit dem die Preise für Immobilien immer weiter ansteigen, werden auch die Sitten rauer. Keiner will zu günstig verkaufen. Viele Interessenten bekommen das zu spüren. Getätigte Zusagen werden plötzlich zurückgezogen, da jemand anders deutlich mehr bietet. Doch welche Rechte haben Interessenten überhaupt?

Der Trick mit dem Wertgutachten

Hierbei nutzen viele Eigentümer einen beliebten Trick. Sie wollen wissen, was ihre Immobilie wert ist. Ein Wertgutachten kostet jedoch schnell einige Tausend Euro (abhängig von dem ermittelten Wert). Um das zu umgehen, ist es deutlich einfacher, einfach einmal zu prüfen, was das Haus auf dem freien Markt wirklich wert ist. So werden die Immobilien einfach angeboten, um direkt zu ermitteln, welchen Wert das Haus hat. Das ist unfair. Passiert aber immer häufiger in Deutschland. Eine Verkaufsabsicht besteht nicht. Es geht nur darum, einen Preis erhalten zu können. Die Interessenten werden dabei häufig getäuscht und investieren selbst viel Zeit in die Vorbereitung. Solange, bis die Verkäufer mit Ausreden den Kauf abbrechen.

Verkäufer will höchsten Preis erzielen

Neben der obigen Problematik zeigt sich aber auch, das viele Verkäufer den höchsten Preis erzielen wollen. Was auf der einen Seite verständlich ist, führt aber auch immer wieder zu Problemen bei den Interessenten. Ist der Kauf schon unter Dach und Fach, kommt es immer häufiger vor, dass der Verkäufer plötzlich einen Rückzieher macht. So wissen die Berater, das diese Praxis in den letzten 2 Jahren deutlich zugenommen hat. Generell sollte daher recht schnell ein verbindlicher Vorvertrag abgeschlossen werden. Dieser muss direkt vor einem Notar bekundet werden, damit der Vertrag auch gültig wird. Durch die zusätzlichen Kosten sind diese Art der Vorverträge aber recht selten. Nicht zu vergessen bleibt hierbei, dass ein Vorvertrag keinen 100-prozentigen Schutz darstellt. Sicherheit ist erst dann gegeben, wenn die Interessenten auch im Grundbuch eingetragen wurden.

Tipp für den Vorvertrag

Neben dem Vorvertrag sollten sich die potenziellen Käufer direkt ins Grundbuch vormerken lassen. Das kostet zwar zusätzliche Gebühren, bietet aber Sicherheit. So können Verkäufer bei einem plötzlich höher liegenden Angebot nicht mehr den Vorgang einfach abbrechen. Der Verkäufer kann mit dieser Vormerkung die Immobilie also kein zweites Mal verkaufen.

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