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Flirten,- wer kennt das noch? So müsste bald die Frage in Deutschland lauten. Immer weniger Menschen flirten. Stattdessen erfolgt der Griff zum Smartphone und Tablet. Augenkontakt unerwünscht, immerhin findet sich im Netz schnell ein Video für die Fantasie. Doch wo bleibt die Realität? Deutschland gilt bereits jetzt als Flirt Wüste. Unabhängig wo wir leben. Ob Kleinstadt, Hauptstadt oder auf dem Land. Das Flirten hat seinen Tiefpunkt erreicht. Zudem sind beide Geschlechter so verwirrt, das keiner mehr den ersten Schritt wagen will. Frauen wollen vom Mann angesprochen werden.

Männer sehen das mittlerweile in der Pflicht der Frau, wünschen sich diese doch eine Emanzipation. Interessant ist beim Flirten auch das Verhältnis der Geschlechter zueinander. Während Single-Männer fast immer beim Flirt auf Partnersuche sind, bevorzugen alleinstehende Frauen den Solo-Status. Nur noch jede dritte Single-Frau sucht oder wünscht sich einen Partner. Harte Zeiten für das Flirten. Doch noch besteht Hoffnung.

Flirten immer zweckorientierter

Der Flirt galt immer als ein Medium, das Spaß machen sollte, ohne damit gleich ernsthafte Absichten zu verbinden. In vielen Ländern gehört das Flirten daher auch zum ganz normalen Alltag, ohne das damit gleich Beziehung oder Sex verbunden sein soll. Nicht so in Deutschland. Hier gilt Flirten mittlerweile als ein festes Medium zur Partnersuche. Der Spaßfaktor geht dabei aber immer mehr verloren. Gleichzeitig fehlt vielen (auf beiden Seiten) Übung und die Fähigkeit zu unverkrampften Mimiken. Dabei könnte flirten doch so einfach sein.

Flirten einfach ständig üben

Wenn Sie Single sind, nutzen Sie die Gelegenheit. Überall bietet sich die Möglichkeit zum flirten. Im Supermarkt, an der Kasse, im Bus, an der Ampel. Der Flirt ist wie ein gutes Glas Champagner und kann ein sanftes prickeln hinterlassen, das noch Stunden danach zu spüren ist. Zunächst müssen wir dafür aber begreifen, das Flirten etwas Harmloses ist. Es ist ein Spiel. Es soll nicht zu einer Ehe oder Partnerschaft verleiten, sondern einfach locker und fröhlich sein. Zudem lebt das Spiel rund um den Flirt von Spontanität und manchmal auch neckischen Kommentaren. Der beste Start ist immer dann, wenn Sie ganz entspannt, selbstbewusst und ohne sich zu verstellen den lebhaften Augenkontakt mit dem Gegenüber suchen. Und das Ziel: Genau, es gibt kein Ziel! Flirten muss nicht bedeuten, dass ein Date gewünscht wird. Flirten ist eine fröhliche Beschäftigung, die offen und spontan erfolgen sollte. Selbstverständlich darf es dabei auch voller Körpereinsatz sein. Vergessen Sie den Gedanken, dass Sie abgewiesen werden könnten. Und selbst wenn es passiert, gibt es weit schlimmeres. Ein intensiver Blick reicht bereits für den ersten Flirt aus.

Üben lässt sich das wunderschön an der Ampel. Mit einem Sicherheitsanstand können alle Unsicheren zunächst das Flirten aus Entfernung üben und die Techniken dabei verbessern. Und wer weiß. Wenn es mit dem Flirten klappt, findet sich vielleicht doch eine charmante Begleitung für das Mittag oder den Café am Nachmittag …