Immer mehr Menschen leiden an einem Kaliummangel. Dabei ist Kalium für den Körper ein wichtiger Mineralstoff. Dieser sorgt im Körper für den Flüssigkeitshaushalt und leitet die elektrischen Impulse von den Nerven und Muskelzellen weiter. Kommt es hingegen zu einem Kaliummangel, kann das schwerwiegende Folgen haben. Der Körper reguliert sehr genau den Kaliumspiegel. Die benötigte Menge wird dabei aus der Nahrung herausgezogen. Bei zu hohem Kalium wird das zu viel, einfach aus dem Körper ausgeschieden. Dennoch kommt es immer häufiger in Deutschland zu einem Kaliummangel. Dieser entsteht oft im Blut und kann am Ende sogar lebensgefährlich werden.

Kaliummangel und die Ursachen

Kalium steckt heute in vielen Lebensmitteln. Somit reicht eigentlich bereits eine normale Ernährung aus, um einen Kaliummangel zu verhindern. Bei Magen-Darm-Beschwerden, die durch Fieber und Durchfall begleitet werden kann es ebenso wie bei der Einnahme von Abführmitteln oder auch Wassertabletten zu einem Kaliummangel im Blut kommen. Gleiches lässt sich bei einem erhöhten Salzkonsum beobachten. Schnell fällt dann der Kaliumspiegel im Körper ab. Betroffen sind daher besonders oft Sportler, Patienten mit Bulimie und ältere Menschen. Hier kommt es oft zu einem Kaliummangel.

Die ersten Anzeichen für einen Kaliummangel

Äußere Symptome können sehr gut auf einen Kaliummangel hinweisen. Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen sind bekannte Anzeichen. Aber auch Muskelkrämpfe und Verstopfungen. Durch Kalium wird der Flüssigkeitshaushalt reguliert. Ein Kaliummangel kann aber unter Umständen auch Auswirkungen auf die Funktionen des Herzmuskels haben. Herzrhythmusstörungen sind dann eine Folge.

Allerdings kann ein Kaliummangel recht einfach ausgeglichen werden. Hierfür sollten Betroffene kaliumhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Dazu gehören zum Beispiel: Bananen, Avocados, Trockenobst, Nüsse und Volkornprodukte. Ebenso gibt es spezielle Kalium-Präparate, die aber nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden sollten. Ein Hausmittel bei einem Kaliummangel ist das lange Kochen von Kartoffeln oder auch Hülsenfrüchten. Da Kalium wasserlöslich ist, verbleibt es somit im Kochwasser. So kann dieses nach dem kochen einfach aufgehoben werden und später als Grundlagen für Soßen oder Suppen verwendet werden. Eine einfache Möglichkeit, um den Kaliummangel zu beheben. Reine Nahrungsergänzungsmittel hingegen sind nicht ohne weiteres zu empfehlen. Grundsätzlich nur dann, wenn wirklich von einem Arzt ein Kaliummangel festgestellt wurde. Hierzu erfolgt in der Regel eine Blutabnahme.

Werte für Kaliummangel
Ein normaler Kaliumgehalt bewegt sich bei 3,6 bis zu 4,8 mmol/l (Maßgabe: Blutwerte bei Elektrolyte). Menschen, die unter einer Herzrhythmusstörung leiden, sollten immer darauf achten, die oberen Grenzwerte zu erreichen. Sollte der Kaliummangel aber nicht durch Lebensmittel behoben werden können, raten Ärzte zu speziellen Medikamenten. Oft in Tablettenform. Dabei erfolgt eine Dosierung mit Kaliumchlorid (ca. 10 mmol/Tag).

Bild: Regina Kaute  / pixelio.de