Die Idee der Getreideküche ist vor allem beruhend auf vegetarische Vollkornrezepte. Getreide ist ein Gut, das der ganzen Familie schmeckt und vielfältig zubereitet werden kann. Früher war der Job in der Küche und in der Getreideküche sehr anstrengend und vor allem lang. Viele Fragen stellen sich in Verbindung mit der Getreideküche. Was zum Beispiel ist Kamut und wie schmeckt Hirse oder Dinkel? Haben Sie schon einmal was von Quinoa gehört?

Getreide

Lassen Sie uns einfach die Gedanken einmal erweitern. Getreide gibt es nicht nur in Zusammenhang mit Müsli oder Gebäck. Die Getreideküche bietet so viele Möglichkeiten. Wer sich einmal intensiv damit beschäftigt, wird über die Möglichkeiten wahrlich erstaunt sein. Sicherlich sind die Supermärkte mit den gefüllten Regalen mehr als verlockend. Die Auswahl ist groß und alles verführt zu einem Kauf. Doch viele der angebotenen Waren und Produkte stimmen mit dem Rhythmus der Natur nicht überein. Folgt man dem Kreislauf und dem Rhythmus der Natur, soll, gilt nach deren Gesetzen das Warten auf Nahrungsmittel, bis diese reif geworden sind. So lassen sich Früchte mit ein wenig Wartezeit aber mit großer und gesunder Freude genießen. Worte wie Fasten, Ernten und Genießen sind dabei große und wichtige Attribute. Doch die Regale im Supermarkt lehren uns nicht den Verzicht oder die Vorfreude auf das Warten der kommenden Früchte und Speisen. Für Handwerker war die Getreideküche vor den modernen Einkaufsmöglichkeiten ein regelrechter Segen.

DAS RÖMISCHE REICH

Das alte Römische Reich basierte auf Handel und Landwirtschaft. Handwerker waren dort eng mit der Getreideküche verbunden. In der Landwirtschaft wurde vieles mit der Hand und der eigenen Kraft hergerichtet. Nennenswerte Hilfsmittel oder gar Maschinen gab es damals nicht. Aber zum Leidwesen der dortigen Kräfte und Handwerker auch keine Handcremes. Fast 35 Prozent aller Menschen waren in der Landwirtschaft tätig. Heute kaum noch vorstellbar. Die Landwirtschaft war damals wichtigster Garant für einen stabilen und friedlichen Staat und somit gleichzeitig Voraussetzung für eine stabile Wirtschaft. Dennoch waren die Arbeitsbedingungen grotesk und hart. Rund um ein Landhaus wurde angebaut. Der Landbesitzer setzte dabei meistens Großpächter ein, die wiederrum sogenannte actoren (Geschäftsführer) einsetzen. Und diese ließen das Land durch Sklaven und Wanderarbeiter bewirtschaften. Auch viele Handwerker fanden sich in der Landwirtschaft wieder. Die Pacht wurde meistens in Naturalien bezahlt, teilweise auch in Geld. Am meisten wurde Getreide angebaut. Die Getreideküche war damit ein wichtiger Bestandteil. Fleisch und tierische Produkte gab es bei den Römern nur selten. Stattdessen kam Getreide, Öl und Gemüse auf den Tisch.

Der Saatweizen, aus der Getreideküche wurde von Handwerkern hauptsächlich in Gallien und Norditalien zur Mehlherstellung angebaut. War der Boden trockener, baute man Emmer oder Hartweizen an. In sehr feuchten Gebieten bevorzugte man Gerste.

DIE GETREIDEKÜCHE

Egal ob es Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, Hirse, Dinkel, reis oder Meis ist. Alle Getreideernten sind vielseitig und zugleich gesund- Die Getreidearten enthalten viele Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Wer sich praktisch gesund ernähren möchte, kocht mit Getreide. Die Getreideküche bietet aber auch eine Menge an Abwechslung. Couscous-Gemüse-Pfanne mit einem wunderbaren Sonntagsbrot mit Kamut- sowie Einkorn Mehl und dazu als einen gelungenen Abschluss einen herzerwärmenden Quinoa-Auflauf. So schön kann die Getreideküche sein. Viele Köche lieben Getreide. So werden schon Jobeinsteiger darauf ausgebildet und können mit Getreide die besten und schönsten Rezepte zaubern. Geht es in den Stellenanzeigen um Köche, wird fast immer auch Erfahrung in der Getreideküche verlangt. So müssen viele Menschen, die sich in diesem Job engagieren wollen, auch entsprechende Kenntnisse mitbringen. Blicken wir einige Jahrhunderte zurück spielte in der Getreideküche der reife Korn des Dinkels aber auch das unreife, gedarrte Getreide und der Grünkern eine wichtige Rolle. Doch in der heutigen Epoche gerät die Kulturpflanze allgemein in Vergessenheit. Immer weniger Köche und deren Mitarbeiter verstehen sich darauf. Doch der gesundheitliche Faktor beim Getreide sollte keinesfalls unterschätzt werden. Die Gerichte aus der Getreideküche können durchaus sehr herzhaft sein und lassen sich kreativ weiterentwickeln. So lässt sich Getreide wunderbar in die moderne Küche einarbeiten und kann den Speiseplan bei Mitarbeitern und Kunden durchaus bereichern. Reicht dieser doch von der Suppe, dem Salat, Klößen, Desserts bis hin zu ganz traditionellen Gerichten. Für Mitarbeiter und Köche ist es dennoch wichtiger, vor Anwendung auch die ernährungsphysiologischen Gesichtspunkte kennenzulernen. Denn Kochen und Essen ist auch heute noch ein zentraler Punkt in unserem Leben. Warum sollte dann die Getreideküche nicht dazugehören.

SCHNELL KOCHEN

Dennoch konnten Genießer Getreide wieder für sich entdecken. Dabei muss es aber schnell gehen. Auch wenn eile und genießen sich eigentlich wiedersprechen. Praktisch der gesamte Getreidekorn eignet sich wunderbar als Beilage. Bei ganzen Körnern müssen diese zuvor einige Stunden im Wasser eingeweicht werden. Erst dann können diese gegart werden. Der Vorteil dabei: Die Garzeit verkürzt sich und die Getreidekörner werden ganzheitlich gebraten. Danach muss das Getreide noch einmal aufgekocht werden und kann sodann bei schwacher Hitze fertiggekocht werden. Sind die Körner nicht eingeweicht worden, muss mit der doppelten Garzeit gerechnet werden. Auch ein Dampfdrucktopf kann die Garzeit um 1/3 reduzieren. Das Einweichwasser sollte übrigens weiter zum Garen genutzt werden. Denn dieses enthält Vitamine und Mineralstoffe. Als Faustregel gilt ungefähr die doppelte Menge an Wasser wie an Getreide. Aber im Handel lassen sich immer wieder spezielle Getreidearten finden, die zuvor behandelt wurden. Dadurch wird eine kürzere Garzeit erreicht. Allerdings sollte dabei auf den Nährstoffgehalt geachtet werden. Ein wichtiges Kriterium auch bei Köchen und deren Mitarbeiter bei der Zubereitung. So sollte dieser Job bereits im Voraus erledigt sein.

Bildquellenangabe: Rainer Sturm / pixelio.de