Jetzt ist es amtlich, zu mindestens im Bundesland Rheinland-Pfalz in Deutschland. Ein neues Gesetz verbietet den Sex zwischen Lehrern und Schülern auch dann, wenn kein Obhutsverhältnis vorliegt. Das neue, geänderte Gesetz wurde im Mainzer Landtag nun beschlossen. Hintergrund war vor allem ein bekannt gewordener Fall, in dem ein Lehrer mit einer 14-jährigen Schülerin Sex hatte. Vermutlich um die Bevölkerung vor den Wahlen zu beruhigen, erfolgte nun diese Änderung. An den eigentlichen Vorfällen dürfte das jedoch wenig ändern. Denn schon immer ging man davon aus, das es zwischen Schülern und Lehrer viel öfters zum Sex kommt als geheimhin bekannt ist.

Gründe für Lehrer-Schüler Sex

Im Grunde kommen dafür nur 2 Gründe infrage. Die Schülerin oder der Schüler fühlt sich zum/r Lehrerin/Lehrer hingezogen. Es entsteht tatsächlich ein zeitliches Liebesverhältnis. Viel öfters sind aber die „Geben- und Nehmen“ Verhältnisse im Vordergrund. In denen junge Mädchen ganz bewusst auf ihre Reize setzen und dieses den Lehrer begreiflich machen. Die Lehrer revanchieren sich im Gegenzug oft mit besseren Noten oder auch Geldleistungen. In beiden Fällen ist es eine freiwillige Entscheidung der Mädchen oder Jungen.

Bekannt sind aber auch Fälle, wobei diese in der Minderzahl sind, in denen Lehrer massiv ihre Position ausnutzen, um junge Mädchen oder Knaben für Sex zu missbrauchen. Oft wurde dabei angedroht, die Noten zu verschlechtern oder Ähnliches.

Rückblick

Der besagte Fall, den der Mainzer Landtag heranzog, spielte sich bereits Ende Dezember 2011 ab. Ein Lehrer hatte mit einem minderjährigen Mädchen (14 Jahre) einvernehmlichen Sex. Vermutlich mehrmals. Das Oberlandesgericht in Koblenz hat den Lehrer allerdings von dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener freigesprochen. Das Gericht sah kein Obhutsverhältnis vorliegen. Grund sei hierbei, das der Lehrer nur als Vertretungslehrer in der  Klasse der Schülerin eingesprungen sei. Und das gerade 3 Mal. Damit konnte kein Obhutsverhältnis nachgewiesen werden. Das Mädchen war dem Lehrer als nicht dem Gesetz nach zur Erziehung anvertraut gewesen. Mit der jetzigen Regelung muss kein solches Obhutsverhältnis bestehen. Es würde als bereits nun eine einmalige Vertretung ausreichen.

Bundesweite Einführung

Zudem will das Land Rheinland-Pfalz auch erreichen, dass diese Regelung bundesweit eingeführt wird. Eine entsprechende Gesetztes Initiative soll dazu im Bundesrat eingereicht werden. Das Kultusministerium hatte bereits im Jahre 2012 angedeutet, das Schulrecht auch in anderen Bundesländern in diesem Punkt verschärfen zu wollen.