Mieter dürfen die zu erbringende Mietkaution grundsätzlich in 3 gleichen Raten zahlen. Das hat der Gesetzgeber bereits vor längerer Zeit im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) festgelegt. Denn immerhin verschlingt ein Umzug viel Geld. Die Mietkaution schlägt häufig richtig in das Budget. Um das zu vermeiden, ist es grundsätzlich möglich, diese Sicherheit in 3 Raten hinterlegen zu können. Dazu muss der Vermieter nicht einmal sein Einverständnis geben.

Mietkaution- So zahlen Sie in Raten

Schon das Urteil vom Landgericht München (Az. 15 S 13179/00) besagt, das eine Mietkaution in 3 Raten gezahlt werden darf. Ein Vermieter darf diese Möglichkeit keinesfalls im Mietvertrag ausschließen. Damit bestand sogar die Gefahr, dass die gesamte Kautionsklausel unwirksam wurde und der Mieter überhaupt keine Sicherheit zu entrichten hatte. Weitere Urteile bestätigen das Recht auf Teilzahlung (max. 3 gleiche Raten). Der erste Betrag wird mit Vertragsbeginn zur Zahlung fällig. Die nächsten (maximal 2) dann jeweils einen Monat später.

Vermieter gerne Stumm

Laut dem Heimwerker Magazin erleben viele neue Mieter aber immer das gleiche Bild. Vermieter stellen sich gerne Stumm, wenn es um die Ratenzahlung der Mietkaution geht. Zwar haben die Mieter einen Anspruch darauf, aber ebenso kann der Vermieter unter ganz anderen Gründen oder einfach Grundlos die Vermietung ablehnen. Generell können Mieter aber auch nach dem Abschluss des Vertrages die Mietkaution in eine Ratenzahlung umwandeln. Der Vermieter kann das nicht verhindern. Wie allerdings dann die Stimmung zwischen beiden Parteien ist, bleibt eine andere Frage.

Im BGB ist dieses ausdrücklich geregelt. Der § 551 Abs. 2 BGB besagt, das die Mietkaution als Barsicherheit in drei gleichen Monatsraten zu erbringen sein darf. Der Vermieter darf dieses nicht ausschließen, muss den Mieter aber jedoch auch nicht explizit auf sein Recht hinweisen. Ein Grund, warum die Ratenzahlung häufig immer noch ein Geheimnis ist.

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