Tätowierte Frauen gehören mittlerweile genauso zum Straßenbild und in unseren Alltag wie tätowierte Männer auch. Laut einer 2012 in den USA durchgeführten Studie gibt es nun mit 23 Prozent sogar mehr tätowierte Frauen als Männer (19 Prozent). Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele tätowierte Frauen sehen ihren Körperschmuck als Zierde und als Kunstwerk. Wieder andere möchten damit Rebellion und Unangepasstheit sowie Individualität ausdrücken. Grundsätzlich stellen Tattoos nicht unbedingt ein Schönheitsideal dar, sondern verleihen eher einer ganz bestimmten Lebenseinstellung Ausdruck. Tätowierte Frauen sind Studien zufolge experimentierfreudiger und risikobereiter als andere und zeigen auch die Tendenz, extrovertierter, offener und gesprächiger zu sein als ihre nicht tätowierten Geschlechtsgenossinen.

Die Lieblingsmotive tätowierter Frauen

Bei tätowierten Frauen erfreuen sich andere Motive großer Beliebtheit, als bei Männern. So sind eher feminine Muster mit Blumen und Blüten, oder auch Sterne hoch im Kurs. Feen, rankende Blumen und kunstvolle Malerein gehören ebenso zu den beliebtesten Motiven bei tätowierten Frauen. Auch was die Position des Tattoos angeht unterscheiden sich tätowierte Frauen von den Männern. Sie bevorzugen Körperstellen, die meist durch Kleidung verdeckt sind, oder zumindest verdeckt werden können. Außerdem benutzten Frauen Tattoos dazu, Körperstellen, die ihnen besonders gut gefallen, in Szene zu setzen. So lassen sie sich häufig am Knöchel, Rücken, Bauch und Po oder an den Rippen verschönern. Besonders wichtig ist dabei aber unabhängig von Motiv und tätowierter Stelle, dass das Tattoo zu der Frau passt und sowohl Ausdruck der Persönlichkeit ist, als auch eine dem Körper schmeichelnde Zierde.

Die Wirkung tätowierter Frauen

Viel wird über die Wirkung diskutiert, die tätowierte Frauen auf Männer haben. Eine Studie von Verhaltensforschern der Universität Göttingen ergab, dass Tattoos eher als aggressiv denn als anziehend empfunden werden. Auf der anderen Seite fühlen sich tätowierte Frauen selbstbewusster, attraktiver und stärker – und strahlen das natürlich auch aus. Kein Wunder also, dass Männer die Chancen, ein Date mit einer tatowierten Frau zu bekommen, höher einschätzen und sie deshalb eher ansprechen als nicht tätowierte Frauen. Frauen schätzen andere tätowierte Frauen übrigens als weniger attraktiv und ungesünder ein als andere.
Doch egal ob attraktiver oder nicht, in erster Linie sollten Tattoos dazu dienen, sich selbst und seinem eigenen Selbstbewusstsein und ästhetischen Empfinden etwas Gutes zu tun. Und wenn tätowierte Frauen sich mit den Bildern auf dem Körper besser und selbstbewusster fühlen als ohne, dann kann ihnen ganz gleich sein, was der Rest der Welt davon hält.

Bild: Jörg Brinckheger (Frau Unterwäsche)  / pixelio.de