Testosteron ist für uns alle mittlerweile ein geläufiger Begriff. Wurde Testosteron doch schon unzählige Male mit den unterschiedlichsten Verhaltensmustern und Gefühlen in Verbindung gebracht. Besonders die Medien werfen sich in der Sommerpause auf diesen Begriff und machen daraus Spektakel, die oft nur lächerlich und am Thema vorbei erscheinen. Insofern möchten wir uns einmal mit der direkten Frage nach dem Sinn und der Aufgabe von Testosteron beschäftigen. Anlass hierfür ist ein sehr gut recherchierter Artikel im Kreis-Anzeiger aus Gießen. Die Redaktion hat sich vor wenigen Tagen ebenfalls mit dem Testosteron ausführlich und unserer Meinung nach sinnvoll beschäftigt. In einigen Punkten möchten wir somit an die Aussagen und Artikelergebnisse anknüpfen. Im Wesentlichen möchten wir einmal als Kurzfassung einige Punkte aus dem Bericht wiedergeben. Wer den gesamten Bericht beim Kreis-Anzeiger genau lesen möchte, kann einfach auf Testosteron  klicken und wird zum Kreis-Anzeiger weitergeleitet.

Testosteron in der Pubertät

Die Pubertät ist der Beginn entscheidender Veränderungen, besonders natürlich im Hormonhaushalt der Jungen und Mädchen. So wird auch erstmals das Hormon FSH und LH produziert. Das follikelstimulierendes Hormon –FSH- unterstützt bei den heranwachsenden Jungen vor allem die Reifung der Spermien. Beim anderen Geschlecht ist die Reifung der Eizellen betroffen. Die jeweiligen Sexualhormone werden durch das luteinisierendes Hormon –LH- ausgebildet. Gleichzeitig sorgen die Hormone nicht nur für eine Veränderung in der Pubertät, sondern auch für einen gleichbleibenden Zustand im Erwachsenenalter. Die Kreis-Zeitung führt hierzu weitere Punkte auf.

Testosteron – Einfluss auf den Körper

Die interessanteste Frage dabei ist jedoch, wie wirkt sich das Testosteron in den verschiedenen Zyklen auf unseren Körper aus. Aus dem Fernsehen kennen wir grundsätzlich nur 2 Attribute zum Testosteron. Das sind Wut-Zorn und Liebe. Also Gefühle. Doch das Testosteron noch viel mehr als das ist, wurde oft nicht weiter ausgeführt. So wird im Bericht der Kreis-Zeitung auch darauf hingewiesen, das Testosteron unser Muskelwachstum in den unterschiedlichsten Phasen unterstützt. Gleichzeitig wirkt es sich aber auch auf die Bildung des Hoden aus und lässt unsere Scham- und Körperhaare wachsen.

Das Testosteron aber ebenso auch ein beliebtes Anabolika ist, war vielen bislang nicht bekannt. Somit wirkt es sich auch natürlich als Luststeigerung auf unser sexuelles Verlangen aber auch unser Motivationsverhalten aus. Interessant ist dabei die Aussage, das Testosteron eben nicht mit Dominanz oder einer gesteigerten Aggressionsfähigkeit in Verbindung stehen muss.

Im Verlauf des weiteren Berichtes werden auch die psychische Leistungsfähigkeit und die Schlafdauer in Verbindung mit Testosteron beim Kreis-Anzeiger gesetzt. Ein interessanter Absatz, den Sie Leser einmal genauer anschauen sollten. Wer dazu einen Blick in den Original Artikel werfen möchte, gelangt mit dem obigen Link direkt dorthin.

Der Testosteron Wert

Aus den zahlreichen Untersuchungen weiß man, das vor allem Männer ab 35 / 45 Jahren mit einem niedrigen Testosteronwert zu kämpfen haben. Das führt zu unterschiedlichen Erscheinungen von Müdigkeit, fehlendem sexuellen Verlangen, Hitzewallungen und sogar Depression. Die Folgen können vielseitig sein und das Leben des Mannes deutlich beeinflussen. Unter Umständen sollte das Thema Testosteron einfach direkt beim Arztbesuch angesprochen werden. Symptome und Beschwerden einzig auf das Testosteron zu legen wäre allerdings eine zu pauschale Ursache. Oft können auch andere Einwirkungen zu Schlagstörungen, Depressionen und Hitzewallungen führen. In jedem Fall sollte ein Arzt jedoch hinzugezogen werden.

Testosteron: Welche Werte gelten als normal?

Befragt man Ärzte nach den normalen Werten beim Testosteron, so soll die gesamte Testosteronkonzentration im Blut bei erwachsenen Männern zwischen 2,8 bis 11 µg/l liegen. Abhängig sind diese Werte allerdings auch immer von der Uhrzeit. Obige Testosteronwerte gelten am Morgen von acht bis zehn Uhr. Gegen Abend fällt der Wert beim Testosteron in der Regel um bis zu 20 Prozent ab. Um damit auch ein Klischee hervorzuholen.- So lässt es sich erklären, warum viele Männer den morgendlichen Sex als besonders erregend empfinden.

Testosteron wird auch gerne als Anabolika verwendet

 

Auch bei Kindern gibt es Richtwerte

  • Kinder bis 12 Jahre: 0,01 – 1,77 μg/l bei Jungen. 0,01 – 0,2 μg/l bei Mädchen
  • Kinder von 13-18 Jahre: 0,02 – 8,0 μg/l bei Jungen. 0,02 – 0,4 μg/l bei Mädchen

Im Grunde muss man sich die Konzentration aber so vorstellen, dass immer nur ein kleiner Kreis davon in unserem Blut befindlich ist. Der Rest ist an das Eiweiß gebunden. Auch Frauen weisen Testosteronwerte auf. Gerade beim Zyklus liegt dieser zwischen dem dritten und fünften Tag im Durchschnitt bei 0,15 bis 0,7 µg/l. Die Nebenniere ist für die Produktion bei der Frau verantwortlich. Der Wert beim Testosteron kann besonders nach körperlich beschwerlichen arbeiten sinken. Aber auch Stress und Erkrankungen führen zu dem gleichen Symptom. Ebenso wie Alkohol und Drogen. Doch was passiert, wenn der Testosteronspiegel dauerhaft zu niedrig ist?- Beim Mann kann es zu einer Feminisierung kommen. Nach und nach werden weibliche Züge entwickelt. Typisch ist dabei besonders das Klinefelter-Syndrom. Testosteron wirkt sich also besonders bei Männer, je nach Konzentration, sehr unterschiedlich aus und sollte keinesfalls unbeachtet bleiben.

 

 

Foto: Artikelbild Kind bei Adel. Mann und Müdigkeit bei Jorma Bork. Spritze bei Siegfried Fries. Pixelio.de