Subjektiv wird die Alterung kaum spürbar wahrgenommen. Sie verlief über Jahrzehnte. Der Wandel ließ sich dadurch zunächst nicht wahrnehmen. Doch mittlerweile erkennen wir die Auswirkungen in vielen Bereichen. Das Thema der Alterung lässt sich kaum noch unter den Tisch kehren, auch wenn die Politik bislang den Bereich nur wenig fokussiert. Anfang 2014 waren bereits fast 21 Prozent der Bevölkerung in Deutschland über 65 Jahre alt. Fast 31 Prozent der Bevölkerung bei uns befinden sich in einem Alter zwischen 40 – 59 Jahren. Junge Menschen hingegen sind in der Minderheit. 21 – 24-jährige nehmen einmal gerade 5 Prozent ein. 3 Prozent sind es bei den 18 – 20-jährigen. Nur im Bereich der 25 – 39-jährigen liegt die Zahl noch ein wenig höher bei 18 Prozent. Zahlen und Fakten die ganz klar eine bevorstehende Alterung der Bevölkerung hervorsagen. Deutschland wird immer älter. Ein Punkt, der sich nicht mehr verleugnen lässt. Probleme ergeben sich dabei in vielen Bereichen. Die Belastung für die Rentenversicherungen steigt. Auch wenn zuvor noch ein Überschuss bestand, dürften die nächsten Jahre schwierig werden. Insgesamt stellt die Alterung aber an uns alle und an die gesamten Infrastrukturen völlig neue Herausforderungen, die bislang noch nicht einmal ansatzweise debattiert wurden.

Problem der Alterung

Lange Zeit wurde das Problem der Alterung nur Stiefmütterchen behandelt. Auch heute noch ist es nicht in den Fokus gerückt, den das Thema eigentlich benötigte. Die Gründe, die zu der Alterung geführt haben, sind vielfältig. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang die medizinischen Fortschritte. Immer bessere Heilungschancen sorgen für das Älterwerden. Schon jetzt träumen einige davon, in den nächsten Jahrzehnten die Lebenserwartung auf bis zu 120 Jahre schrauben zu können. Unmöglich erscheint das nicht mehr.

Haustiere besonders beliebt

Umso älter Menschen werden, desto beliebter werden Haustiere wie Hunde und Katzen. Sie gehören zum Alt werden dazu. Das ergeben immer wieder Studien. Hier spielen viele Faktoren eine Grundlage. Zu einem wird der Freundschaftskreis beim Älter werden kleiner. Neue Freunde lassen sich schwerer oder gar nicht mehr finden. Haustiere, also z.B. Hunde oder Katzen werden dann zum Ersatz. Und in der Regel klappt das eigentlich ganz gut. Eine Art Symbiose entsteht, von denen sowohl der Mensch als auch das Tier profitiert.

Zum anderen lassen sich in der Vergangenheit viele geburtenschwache Jahrgänge finden, die ebenfalls zu dem Ungleichgewicht führten. Bereits die Gmünder Tagespost hat sich ausführlich in einem Artikel mit der Alterung beschäftigt. Dort wird auch das immer öfters diskutierte Problem zwischen Nachlassen der Sehfähigkeit und dem Führerschein kurz angesprochen. Auch wenn die medizinischen Möglichkeiten immer besser werden und uns ein längeres Leben ermöglichen, bleibt eine Erkenntnis aber oft am Rande. Unser Körper, unsere Knochen, unsere Organe sind auf ein so langes Leben nicht ausgelegt. Die Belastungen hinterlassen im Laufe der Zeit ihre Spuren. Rollatoren und Rollstuhlfahrer nehmen im Alter zu. Hilfsmittel zur Mobilität sind dringend notwendig. Das sind zum Beispiel in der Wohnung Treppenlifte und behindertengerechte Umbauten. In der Öffentlichkeit sind Maßnahmen auf den Gehwegen, an Kreuzungen und vielen weiteren Punkten erforderlich, die bislang noch auf sich warten lassen. Weitere Hinweise zur Umsetzung werden in dem bereits angesprochenen Artikel erwähnt. Insgesamt bleibt es somit fraglich, wann wir uns tatsächlich auf die bereits angefangene Alterung einrichten.

Foto: Neil Moralee- Flickr.