Kinder sind das Schönste der Welt. Sie bringen so viel Liebe und Chaos in eine Beziehung und können das Glück zweier Menschen ins unendliche steigern. Dennoch bedeuten Kinder aber auch Verantwortung und viel Zeit. Vor allem Männer haben damit oft Probleme. Denn die Zeiten, in denen man auf dem 1. Platz bei der Partnerin stand, sind damit endgültig vorbei. Männer müssen sich nun mit dem 2. Platz auf Dauer gedulden. Viele schaffen das jedoch nicht. Manchmal zeigt sich die Liebe in solchen Fällen als nicht stark genug und die Beziehung zerbricht früher oder später. Das ist nicht nur für beide Partner besonders schlimm, sondern auch für das Kind.

Wenn Kinder zu Ware werden

Fast unbemerkt wird bei einer Trennung das Kind zur Ware, zum Verhandlungsgut. In der Regel verbleibt es bei der Mutter. Vielfach wird zunächst das gemeinsame Sorgerecht vereinbart. Doch das kann sich schnell ändern, wenn einer von beiden einen neuen Partner hat. In diesen Fällen gerät das Kind genau zwischen die Fronten. Viele Mütter wollen die Bindung zum neuen Partner stärken. Das macht sich damit bemerkbar, das das Kind immer seltener zum Vater darf. Der Kontakt wird weniger. Die Herzlichkeit lässt nach. Immerhin erzeugt ein solcher Kontakt häufig auch Eifersucht beim neuen Partner. In einer verdeckten Umfrage äußerten die neuen Partner genau diese Probleme als besonders groß. Sie hätten zwar nichts gegen das Kind von einem anderen. Aber das der Kontakt weiterhin zum leiblichen Vater besteht, sahen fast alle Männer als ein großes (oft unausgesprochenes) Problem an. Und in der Tat lässt sich dieses nicht nur in Deutschland erkennen. Das Kind wird fast immer unbemerkt zur Ware, wenn die Beziehung bricht.

Wenn einer noch liebt

Schlimmer wird es nur noch dann, wenn bei der Trennung einer der beiden noch Gefühle für den anderen hat. Auch dann spielt das Kind dabei eine direkte Rolle. So weiß der Mann durchaus, wie er sein Kind gezielt beeinflussen kann. Aber auch die Mutter kennt die Techniken. Dabei wird das Kind nicht einmal bewusst für die eigenen Zwecke eingesetzt. Vielfach geschehen solche Dinge einfach unbewusst, und das gemeinsame Kind wird genutzt, um die Beziehung erneut aufleben zu lassen. Leidtragend sind dabei alle Parteien, wenn das nicht gelingt.

Wenn es zu einer Trennung kommt

Das Kind sollte immer im Mittelpunkt stehen. Dennoch macht es wenig Sinn bei oder gleich nach der Trennung über Sorgerecht und Co. zu sprechen. Zu tief und frisch sind noch offene Wunden oder Gefühle. Einige Zeit sollte vergehen, damit alle vernünftig miteinander diskutieren können. Hat einer einen neuen Partner, sollte dieser in die Gespräche miteinbezogen werden. Ansonsten entsteht beim neuen Partner eine gewisse Eifersucht, die sich auf die gesamte Beziehung auswirken kann. Nur im Verbund kann eine tragfähige und vernünftige Lösung gefunden werden, die auch dem Kind dient. Und genau darum geht es. Das bedeutet Verantwortung.

 

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