Soziale Medien und Netzwerke bestimmen mittlerweile unseren Alltag. Auch im Job werden Facebook und Co. immer wichtiger. Mit einigen Tipps und Tricks kann das soziale Netzwerk sogar bei der Bewerbung helfen und die Chancen auf einen Job erhöhen.

Bewerbung: Personalverantwortliche prüfen Facebook

Laut Branchenverband Bitkom nutzten circa ein Drittel der Unternehmen Facebook, um sich über ihre Bewerber zu informieren. Dementsprechend sollte nicht nur der üblichen Bewerbung hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden, sondern auch dem eigenen Facebook-Profil. Es stellt sozusagen die digitale Visitenkarte von Bewerbern dar und wer würde auf einer analogen Visitenkarte schon wilde Partybilder und Alkoholexzesse preisgeben? Also sollten solche Fotos auch bei Facebook nichts zu suchen haben und auch Kommentare, die Beleidigungen oder anstößige Mitteilungen enthalten, dringend entfernt werden. Auf der anderen Seite sollte auch auf Facebook auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik sowie einen angemessenen Ausdruck geachtet werden. Im Zweifelsfall ist zu empfehlen, Fotos und Kommentare, die nicht für die Augen potenzieller Arbeitgeber gedacht sind, mit Hilfe der Privatsphäreeinstellungen bei Facebook zu verbergen.

Angaben zu bisherigen Jobs und Arbeitgebern

Informationen zu bisherigen Jobs und Arbeitgebern sollten nicht nur in der eigentlichen Bewerbung wahrheitsgemäß angegben werden, sondern auch im Netz. Wer außerdem pikante oder vertrauliche Informationen über seine vergangenen Anstellungsverhältnisse preisgibt, der ist bei der Bewerbung schnell aus dem Rennen. Auch das Liken von anderen Seiten und die Gruppenzugehörigkeit bei Facebook kann Unternehmen bei der Bewerbung Aufschluss darüber geben, was ihr neuer Mitarbeiter für private Interessen und Vorlieben hat. Daher sollte auch beim Liken und Teilen auf Facebook mit Bedacht vorgegangen werden. Allerdings können Angaben über Urlaubsreisen, musikalische Interessen, Literatur oder ausgefallene Hobbies auch sehr spannend für den Arbeitgeber sein und den Bewerber als vielseitig interessierten Menschen darstellen.

Fazit zur Bewerbung auf Facebook

Facebook ist und bleibt ein emotionales und soziales Netzwerk und ist kein Karriereportal. Dennoch kann es sich lohnen, bereits vor der Bewerbung über Diskussionsbeiträge oder Anfragen mit dem Wunschunternehmen bei Facebook in Kontakt zu treten und erstes Interesse zu signalisieren. Vorher zahlt es sich aus, den eigenen Namen zu googlen und zu recherchieren, was andere Menschen auf dem eigenen Facebook-Profil sehen können und was nicht. Die Mühe, ein adäquates Facebook-Profil zu erstellen, ist es in jedem Fall wert, denn so kann nicht nur verhindert werden, dass Personalverantwortliche bei der Recherche auf böse Überraschungen stoßen, sondern auch die Bewerbung positiv unterstützt und dem Traumjob einen Schritt näher gekommen werden.

 

Bild:  codemastersnake/Flickr.